Im Interview mit Stefan Pilkowski: „Am meisten beeindruckt hat uns die Umsetzungsgeschwindigkeit“

Die GWH Wohnungsgesellschaft mbH Hessen treibt intensiv die Digitalisierung voran. Dazu testet das Unternehmen verschiedene Lösungen, filtert die Ergebnisse und bereitet auf diese Weise einen Rollout vor. Die GWH ist mit knapp 50.000 Wohnungen ein großes Wohnungsunternehmen und an den Standorten Kassel, Frankfurt, Dresden, Raum Marburg, Mannheim und Düsseldorf vertreten. Das Digital Lab ist der Inkubator der GWH für die Digitale Transformation. Im Interview erzählt Stefan Pilkowski, Projektleiter im Digital Lab, wie es dem Unternehmen in einem Pilotprojekt mit metr gelungen ist, im Praxiseinsatz Erfahrungen für die Digitalisierung in Gebäuden zu sammeln. Für die GWH wurden im Pilotbetrieb die metr-Produkte Trinkwasserwächter und Heizungswächter eingesetzt und für das Monitoring ein Gebäudedashboard entwickelt. Darüber hinaus wurden Partnerlösungen zur Aufzugüberwachung und Smart Locks angebunden.

Herr Pilkowski, wer profitiert von der Zusammenarbeit am meisten: etabliertes Unternehmen oder Start-up?

Klassische Antwort: beide. Jeder muss sich in dieser Beziehung darauf einlassen, vom anderen lernen zu wollen.

Digitalisierung oder Nachhaltigkeit: Wo ist der größte Handlungsdruck?

Das eine geht nicht ohne das andere. Nur mit Digitalisierung der Gebäude können wir messen und steuern, wie nachhaltig unsere Gebäude denn wirklich sind oder sich im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen verändern.

Wie hat sich Ihr Geschäft in den letzten Jahren verändert?

Unser Geschäft ist in den letzten Jahren deutlich anspruchsvoller geworden und von zahlreichen Herausforderungen geprägt. Insbesondere die Regulatorik für die Wohnungswirtschaft beschäftigt uns. Aber auch von Mieterinnen und Mieter steigen die Anforderungen stetig. Das Handy und die Digitalisierung sind als fester Bestandteil unseres alttäglichen Lebens nicht mehr wegzudenken. Dieses Erleben übertragen unsere Mieter auch auf die Wohnung und die Anforderungen daran. Unsere Zukunftsherausforderung ist es herauszufinden, wie wir diese Anforderungen erfüllen und unser Angebot stetig verbessern können. Zukünftig wird man es sich z.B. nicht mehr leisten können, Mieterinnen und Mieter im Unklaren darüber zu lassen, wie der Status einer Schadensmeldung ist. Die GWH versucht hier, voranzugehen und proaktiv ihre Dienstleistungen zu optimieren.

Was sind aktuell Ihre größten Herausforderungen?

Regulatorische Anforderungen stellen uns aktuell vor sehr große Herausforderungen. Als erstes Beispiel wäre hier die HKVO (Heizkostenverordnung) zu nennen, die am 01.12.2021 verabschiedet wurde und uns in den nächsten Monaten und Jahren beschäftigen wird. Nachhaltiges Bauen und Bewirtschaften ist in der Immobilien- und Wohnungswirtschaft spätestens seit dem Inkrafttreten der ESG-Verordnung in diesem Frühjahr in aller Munde und erfordert, insbesondere bei Gebäuden, die in den 60er und 70er Jahren gebaut wurden, viele Anstrengungen. Die effiziente und wirtschaftliche Umsetzung dieser Verordnung, ist wohl die größte Herausforderung.

Welche Digitalisierungsschritte haben Sie bereits gemacht?

Die GWH verfolgt seit einigen Jahren einen strukturierten Digitalisierungsprozess. Als einen wichtigen Schritt in der Digitalisierung der Customer Journey haben wir den Vermietungsprozess komplett digitalisiert. In diesem sehr wichtigen Thema haben wir uns dafür mit dem Start-up Immomio zusammengetan. Wir sind sehr zufrieden mit dem Fortschritt, haben bereits einen voll digitalen Mietvertrag entwickelt und stehen aktuell kurz davor, diesen Prozess auszurollen. Die Reise ist aber noch lange nicht zu Ende. Wir stellen dabei immer den Kunden in den Mittelpunkt, differenzieren nach Kundengruppen und beleuchten die komplette Customer Journey unserer Mieterinnen und Mieter.

Wie sind Sie auf metr aufmerksam geworden und was haben Sie sich zu Beginn von der Zusammenarbeit erhofft?

Ein Schwerpunktthema für unser neugegründetes Digital Lab sind smarte Gebäude. Dafür haben wir nach Umsetzungspartnern gesucht, die mit uns in diesem Themenfeld zusammenarbeiten können.

Sie möchten keine Neuigkeiten mehr verpassen?

Wie gestaltet sich der Prozess der Zusammenarbeit mit metr?

Wir wollen generell schnell testen, ob etwas funktioniert oder nicht. Deshalb haben wir für unser Digitalisierungsprojekt ein Proof of Concept für drei Monate festgesetzt. Ziel war es, zwei Gebäude mit dem auszustatten, was ein smartes Gebäude ausmacht. Dabei sind wir auf metr aufmerksam geworden. In dem Feld gibt es ein großes Angebot. Schnelligkeit und Flexibilität – was man auch oft mit Start-ups verbindet – war uns dabei sehr wichtig, das hat metr geleistet. Andere Anbieter waren z.B. nicht in der Lage, uns innerhalb von 2 Wochen ein entsprechendes Angebot für den Proof of Concept zu machen. Das haben wir als große Stärke von metr wahrgenommen.

Gab es Aspekte, die Sie besonders von metr überzeugt haben?

In den Gesprächen fiel die Aussage, „wir wollen gemeinsam lernen“ – diese Haltung, gemeinsam etwas einfach auszuprobieren, zu sehen, was am Markt wirklich geht, hat uns gefallen. Wir haben auch andere Angebote bekommen, aber die Flexibilität von metr hat uns überzeugt. Letztendlich wurden sehr zeitnah die Installationstermine vereinbart und die Lösungen zum Monitoring unserer Heizungs- und Trinkwasseranlagen in den Objekten verbaut und wir konnten die ersten Visualisierungen auf dem Dashboard sehen. Am meisten beeindruckt hat uns die Umsetzungsgeschwindigkeit und die Einhaltung des Leistungsversprechens.

Welchen Mehrwert bieten Ihnen die Lösungen von metr?

Durch das Monitoring der Heizungsanlagen, über die Visualisierung auf dem Dashboard, können wir Optimierungsansätze finden. Die  Sensorik ermöglicht uns z.B. ungewöhnliche Temperaturschwankungen in der Warmwasserversorgung frühzeitig zu erkennen. Um in einem solchen Fall z.B. einem Legionellenbefall vorzubeugen, kann die Heizungsanlage einer außerplanmäßigen Wartung unterzogen und die Qualität der Wasserversorgung gesichert werden. Mit der metr-Plattform haben wir einen erweiterten Blick auf unsere technischen Anlagen in Echtzeit.

Welche Vorteile haben Ihre Mieterinnen und Mieter?

Smarte Gebäude haben auch für Mieterinnen und Mieter direkte Vorteile. Heizungsanlagen, die effizient und optimal betrieben werden, senken die Nebenkosten. Drohende Ausfälle der technischen Anlagen können frühzeitiger erkannt und oftmals vermieden werden, was z. B. bei Heizungen und Aufzügen die Wohnqualität sichert. Durch fernauslesbare Messtechnik können wir den Mieterinnen und Mieter monatliche Informationen zu Ihren Energieverbräuchen liefern und die Transparenz bei den Nebenkosten erhöhen.

Sie haben vorhin schon Immomio angesprochen – arbeiten Sie sonst mit anderen PropTechs zusammen?

Ja, wir arbeiten mit anderen PropTechs zusammen. In unserem Proof of Concept verproben wir auch das Aufzugsmonitoring und elektronische Schließsysteme und testen die Lösungen der PropTechs in diesem Bereich.

Wo sehen Sie bei der metr-Lösung noch Entwicklungsbedarf?

Die Visualisierungen sind toll – aber das Wichtigste sind Alarmmeldungen bei Über- oder Unterschreitungen von Grenzwerten. Diese Meldungen können in die Prozesse einfließen und automatisch an die richtigen Fachbereiche weitergeleitet werden. Zukünftig ist es denkbar, über den Einsatz von künstlicher Intelligenz direkt Optimierungen und Reparatur- oder Wartungsaufträge anzustoßen.

Wie sieht die digitale Zukunft der GWH aus?

Die Digitalisierung hilft der GWH dabei, das Erlebnis der Mieterinnen und Mieter so komfortabel wie möglich und den Betrieb der Wohnungen so optimal und effizient wie möglich zu gestalten. Auf der einen Seite steht die interne Prozesseffizienz und auf der anderen Seite natürlich das Mietererlebnis. Wir möchten erreichen, dass unsere Mieter gerne bei uns wohnen.

Zum Newsletter anmelden
Bleiben Sie auf dem Laufenden.

Weitere Blogbeiträge, die Sie interessieren könnten

Im Interview mit Stefan Pilkowski: „Am meisten beeindruckt hat uns die Umsetzungsgeschwindigkeit“

Die GWH Wohnungsgesellschaft mbH Hessen treibt intensiv die Digitalisierung voran. Dazu testet das Unternehmen verschiedene Lösungen, filtert die Ergebnisse und bereitet auf diese Weise einen Rollout vor. Die GWH ist mit knapp 50.000 Wohnungen ein großes Wohnungsunternehmen und an den Standorten Kassel, Frankfurt, Dresden, Raum Marburg, Mannheim und Düsseldorf vertreten. Das Digital Lab ist der Inkubator der GWH für die Digitale Transformation. Im Interview erzählt Stefan Pilkowski, Projektleiter im Digital Lab, wie es dem Unternehmen in einem Pilotprojekt mit metr gelungen ist, im Praxiseinsatz Erfahrungen für die Digitalisierung in Gebäuden zu sammeln. Für die GWH wurden im Pilotbetrieb die metr-Produkte Trinkwasserwächter und Heizungswächter eingesetzt und für das Monitoring ein Gebäudedashboard entwickelt. Darüber hinaus wurden Partnerlösungen zur Aufzugüberwachung und Smart Locks angebunden.

Herr Pilkowski, wer profitiert von der Zusammenarbeit am meisten: etabliertes Unternehmen oder Start-up?

Klassische Antwort: beide. Jeder muss sich in dieser Beziehung darauf einlassen, vom anderen lernen zu wollen.

Digitalisierung oder Nachhaltigkeit: Wo ist der größte Handlungsdruck?

Das eine geht nicht ohne das andere. Nur mit Digitalisierung der Gebäude können wir messen und steuern, wie nachhaltig unsere Gebäude denn wirklich sind oder sich im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen verändern.

Wie hat sich Ihr Geschäft in den letzten Jahren verändert?

Unser Geschäft ist in den letzten Jahren deutlich anspruchsvoller geworden und von zahlreichen Herausforderungen geprägt. Insbesondere die Regulatorik für die Wohnungswirtschaft beschäftigt uns. Aber auch von Mieterinnen und Mieter steigen die Anforderungen stetig. Das Handy und die Digitalisierung sind als fester Bestandteil unseres alttäglichen Lebens nicht mehr wegzudenken. Dieses Erleben übertragen unsere Mieter auch auf die Wohnung und die Anforderungen daran. Unsere Zukunftsherausforderung ist es herauszufinden, wie wir diese Anforderungen erfüllen und unser Angebot stetig verbessern können. Zukünftig wird man es sich z.B. nicht mehr leisten können, Mieterinnen und Mieter im Unklaren darüber zu lassen, wie der Status einer Schadensmeldung ist. Die GWH versucht hier, voranzugehen und proaktiv ihre Dienstleistungen zu optimieren.

Was sind aktuell Ihre größten Herausforderungen?

Regulatorische Anforderungen stellen uns aktuell vor sehr große Herausforderungen. Als erstes Beispiel wäre hier die HKVO (Heizkostenverordnung) zu nennen, die am 01.12.2021 verabschiedet wurde und uns in den nächsten Monaten und Jahren beschäftigen wird. Nachhaltiges Bauen und Bewirtschaften ist in der Immobilien- und Wohnungswirtschaft spätestens seit dem Inkrafttreten der ESG-Verordnung in diesem Frühjahr in aller Munde und erfordert, insbesondere bei Gebäuden, die in den 60er und 70er Jahren gebaut wurden, viele Anstrengungen. Die effiziente und wirtschaftliche Umsetzung dieser Verordnung, ist wohl die größte Herausforderung.

Welche Digitalisierungsschritte haben Sie bereits gemacht?

Die GWH verfolgt seit einigen Jahren einen strukturierten Digitalisierungsprozess. Als einen wichtigen Schritt in der Digitalisierung der Customer Journey haben wir den Vermietungsprozess komplett digitalisiert. In diesem sehr wichtigen Thema haben wir uns dafür mit dem Start-up Immomio zusammengetan. Wir sind sehr zufrieden mit dem Fortschritt, haben bereits einen voll digitalen Mietvertrag entwickelt und stehen aktuell kurz davor, diesen Prozess auszurollen. Die Reise ist aber noch lange nicht zu Ende. Wir stellen dabei immer den Kunden in den Mittelpunkt, differenzieren nach Kundengruppen und beleuchten die komplette Customer Journey unserer Mieterinnen und Mieter.

Wie sind Sie auf metr aufmerksam geworden und was haben Sie sich zu Beginn von der Zusammenarbeit erhofft?

Ein Schwerpunktthema für unser neugegründetes Digital Lab sind smarte Gebäude. Dafür haben wir nach Umsetzungspartnern gesucht, die mit uns in diesem Themenfeld zusammenarbeiten können.

Sie möchten keine Neuigkeiten mehr verpassen?

Zum Newsletter anmelden

Wie gestaltet sich der Prozess der Zusammenarbeit mit metr?

Wir wollen generell schnell testen, ob etwas funktioniert oder nicht. Deshalb haben wir für unser Digitalisierungsprojekt ein Proof of Concept für drei Monate festgesetzt. Ziel war es, zwei Gebäude mit dem auszustatten, was ein smartes Gebäude ausmacht. Dabei sind wir auf metr aufmerksam geworden. In dem Feld gibt es ein großes Angebot. Schnelligkeit und Flexibilität – was man auch oft mit Start-ups verbindet – war uns dabei sehr wichtig, das hat metr geleistet. Andere Anbieter waren z.B. nicht in der Lage, uns innerhalb von 2 Wochen ein entsprechendes Angebot für den Proof of Concept zu machen. Das haben wir als große Stärke von metr wahrgenommen.

Gab es Aspekte, die Sie besonders von metr überzeugt haben?

In den Gesprächen fiel die Aussage, „wir wollen gemeinsam lernen“ – diese Haltung, gemeinsam etwas einfach auszuprobieren, zu sehen, was am Markt wirklich geht, hat uns gefallen. Wir haben auch andere Angebote bekommen, aber die Flexibilität von metr hat uns überzeugt. Letztendlich wurden sehr zeitnah die Installationstermine vereinbart und die Lösungen zum Monitoring unserer Heizungs- und Trinkwasseranlagen in den Objekten verbaut und wir konnten die ersten Visualisierungen auf dem Dashboard sehen. Am meisten beeindruckt hat uns die Umsetzungsgeschwindigkeit und die Einhaltung des Leistungsversprechens.

Welchen Mehrwert bieten Ihnen die Lösungen von metr?

Durch das Monitoring der Heizungsanlagen, über die Visualisierung auf dem Dashboard, können wir Optimierungsansätze finden. Die  Sensorik ermöglicht uns z.B. ungewöhnliche Temperaturschwankungen in der Warmwasserversorgung frühzeitig zu erkennen. Um in einem solchen Fall z.B. einem Legionellenbefall vorzubeugen, kann die Heizungsanlage einer außerplanmäßigen Wartung unterzogen und die Qualität der Wasserversorgung gesichert werden. Mit der metr-Plattform haben wir einen erweiterten Blick auf unsere technischen Anlagen in Echtzeit.

Welche Vorteile haben Ihre Mieterinnen und Mieter?

Smarte Gebäude haben auch für Mieterinnen und Mieter direkte Vorteile. Heizungsanlagen, die effizient und optimal betrieben werden, senken die Nebenkosten. Drohende Ausfälle der technischen Anlagen können frühzeitiger erkannt und oftmals vermieden werden, was z. B. bei Heizungen und Aufzügen die Wohnqualität sichert. Durch fernauslesbare Messtechnik können wir den Mieterinnen und Mieter monatliche Informationen zu Ihren Energieverbräuchen liefern und die Transparenz bei den Nebenkosten erhöhen.

Sie haben vorhin schon Immomio angesprochen – arbeiten Sie sonst mit anderen PropTechs zusammen?

Ja, wir arbeiten mit anderen PropTechs zusammen. In unserem Proof of Concept verproben wir auch das Aufzugsmonitoring und elektronische Schließsysteme und testen die Lösungen der PropTechs in diesem Bereich.

Wo sehen Sie bei der metr-Lösung noch Entwicklungsbedarf?

Die Visualisierungen sind toll – aber das Wichtigste sind Alarmmeldungen bei Über- oder Unterschreitungen von Grenzwerten. Diese Meldungen können in die Prozesse einfließen und automatisch an die richtigen Fachbereiche weitergeleitet werden. Zukünftig ist es denkbar, über den Einsatz von künstlicher Intelligenz direkt Optimierungen und Reparatur- oder Wartungsaufträge anzustoßen.

Wie sieht die digitale Zukunft der GWH aus?

Die Digitalisierung hilft der GWH dabei, das Erlebnis der Mieterinnen und Mieter so komfortabel wie möglich und den Betrieb der Wohnungen so optimal und effizient wie möglich zu gestalten. Auf der einen Seite steht die interne Prozesseffizienz und auf der anderen Seite natürlich das Mietererlebnis. Wir möchten erreichen, dass unsere Mieter gerne bei uns wohnen.

Zum Newsletter anmelden
Bleiben Sie auf dem Laufenden.

Weitere Blogbeiträge, die Sie interessieren könnten