Oft sind Wohnungsunternehmen, die die Wärme- und Wasserverbräuche in ihren Wohneinheiten selbst auslesen und abrechnen, abhängig von langen Vertragslaufzeiten der Zählerhersteller und Messdienstleister sowie der herstellerspezifischen Software. Szenarien mit verschiedenen Anbietern zur Steigerung der Effizienz und Senkung der Kosten, sind fast unmöglich. Doch ab sofort gibt es einen Ausweg aus der Herstellerabhängigkeit beim Submetering.

Die Auswirkungen der novellierten EED auf die Wohnungswirtschaft

Die weltweit voranschreitende Digitalisierung hat auch die Wohnungswirtschaft erreicht. Mit der Novellierung der Energieeffizienz-Richtlinie (EED) und dem immer stärker werdenden Nachhaltigkeitsbewusstsein der Mieterinnen und Mieter ändern sich auch die Anforderungen an das Gebäudemanagement und Messdienstleistungen. Eine Digitalisierung in diesen Bereichen kann Wohnungsunternehmen dabei helfen, diesen Ansprüchen gerecht zu werden.

Die Novellierung der EED verpflichtet die Mitglieder der Europäischen Union dazu, Energie-Einsparpotenziale zu nutzen und weiter auszubauen. Unter anderem fordert die novellierte Richtlinie von Wohnungsunternehmen, dass sie ab Oktober 2020 bei Neuinstallationen nur noch fernauslesbare Zähler einsetzen. Ab Januar 2027 muss dann der komplette Gerätebestand fernauslesbar sein.

Zeitstrahl EED - Fristen

Die Fristen der novellierten EED auf einen Blick

Die Energieeffizienz-Richtlinie verlangt außerdem, dass den Mietern ihre Verbrauchsinformationen monatlich zur Verfügung gestellt werden. Da das Ablesen der Zähler im Moment oft noch manuell erfolgt und den Zugang zur jeweiligen Wohnung erfordert, ist dies weder praktikabel noch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten tragbar. Daher ist dringend eine Digitalisierung des Submetering erforderlich.

Als Submetering werden die Erfassung und anteilige Abrechnung der verschiedenen Verbrauchszähler in Wohngebäuden bezeichnet. Das digitale oder auch Smart Submetering ermöglicht eine Auslesung per Knopfdruck aus der Ferne. So wird der Zutritt zu den Wohneinheiten überflüssig und die monatliche Datenübermittlung an die Mieter möglich.

Herstellerabhängigkeit steht der Digitalisierung im Weg

Die Herstellerabhängigkeit beim Submetering wird durch mehrere Faktoren bedingt – zum einen durch unterschiedliche Eichfristen der Zähler und zum anderen durch sich überlappende, lange Vertragslaufzeiten. Dies führt dazu, dass der Wechsel zu einem anderen Anbieter erschwert wird.

Hinzu kommen proprietäre Systeme der Zählerhersteller, die den kombinierten Einsatz verschiedener Anbieter nur in sehr großen zeitlichen Abständen möglich machen. Daraus ergibt sich zwangsläufig bei vielen Wohnungsunternehmen eine Abhängigkeit von einem Hersteller und der Einsatz teilweise veralteter Technologien.

Diese Herstellerabhängigkeit zwingt die Wohnungswirtschaft dazu, auf effizientere und auf ihre Herausforderungen und Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen zu verzichten. Bei Preisverhandlungen können die Vertreter der Wohnungsunternehmen weder Einsparpotenziale durch einen Anbietermix nutzen noch ihre Systeme für verschiedene Szenarien zukunftsfähig erweitern.

Nicht zuletzt steht eine Herstellerabhängigkeit auch der Digitalisierung von Wohngebäuden im Weg. Der Auf- bzw. Ausbau einer IoT-Infrastruktur (IoT: Internet of Things, miteinander vernetzte Technologien) in Wohngebäuden wird stark ausgebremst, da Schnittstellen zwischen den Einzelanwendungen entweder komplett fehlen oder nicht ohne Weiteres genutzt werden können. Die Folge sind Insellösungen und zahlreiche Anwendungen, die der Nutzer, beispielsweise der Gebäudemanager, alle separat erlernen und bedienen muss.

Schluss mit der Herstellerabhängigkeit

Das Problem mit der Herstellerabhängigkeit dürfte sehr vielen Wohnungsunternehmen bekannt vorkommen. Durch die herstellerspezifischen Systeme ist, wie bereits erläutert, eine Kombination von Geräten unterschiedlicher Anbieter aktuell kaum möglich. Die Gateways, welche die Geräte auslesen, sind meist auf ein System beschränkt. Aus dieser Beschränkung und Abhängigkeit kann sich die Wohnungswirtschaft nun endlich befreien.

Gemeinsam mit der degewo Netzwerk GmbH und ServiceHaus GmbH haben wir ein IoT-Gateway entwickelt, das unterschiedliche Zähler und Geräte herstellerunabhängig aus der Ferne auslesen kann. Die Zählerstände werden automatisch zum gewünschten Termin oder bei Bedarf ad-hoc durch das sogenannte m-gate erfasst und an die dazugehörige digitale Gebäudemanagement-Plattform über gesicherte und verschlüsselte Kommunikationskanäle übertragen.

Auf der Gebäudemanagement-Plattform werden die Daten verarbeitet, visualisiert und dem Kunden zur Verfügung gestellt. Dieser kann im Anschluss selbst entscheiden, ob die ausgelesenen Daten direkt an die Abrechnungssoftware übermittelt werden sollen oder ob er sie zur weiteren Bearbeitung exportieren möchte. Die Datenhoheit liegt in jedem Fall beim jeweiligen Wohnungsunternehmen. Unsere Lösung gewährleistet unseren Kunden Integrität und Datenschutz nach Europäischem Recht.

Auch Netzwerke und Verbindungspunkte bereits vorhandener Gebäudesysteme und Anlagen lassen sich problemlos sowie herstellerübergreifend integrieren. Durch die modulare Erweiterbarkeit des m-gates sind Wohnungsunternehmen auch für die Integration zukünftiger Smart Building Anwendungen gut aufgestellt.

Unser Smart Submetering Prozess

Ein großer Schritt zum Smart Building

Mit dem Einsatz unserer Smart Submetering Lösung können Wohnungsunternehmen einen großen Schritt in Richtung Digitalisierung und hin zum Smart Building gehen. Neben der effizienteren Kombination verschiedener Gerätehersteller bieten sich ihnen viele weitere positive Effekte:

  • Sie verfügen über genau die Daten, die sie brauchen, um die energetische Optimierung ihrer Immobilien voranzutreiben.
  • Der organisatorische und zeitliche Aufwand sowie die Kosten für Messdienstleistungen werden reduziert.
  • Sie sind in der Lage, auf Defekte und Ausfälle der Geräte zeitnah zu reagieren.
  • Sie können ihren Mietern mehr Transparenz über deren Energie- und Wärmeverbrauch geben.

Offensichtlich kann nicht nur die Prozesseffizienz der Gebäudeverwaltung verbessert werden, sondern auch die Energiebilanz von der digitalen Lösung profitieren. Wenn die Mieter mehr Transparenz über ihre Energie- und Wärmeverbräuche erhalten, können sie zeitnah reagieren und ihr (Heiz-)Verhalten anpassen. So leisten sie mit der Senkung ihres Energieverbrauchs einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Fit für die Zukunft

Unsere digitale Gebäudemanagement-Plattform ist offen gestaltet und zielt darauf ab, zukünftig auch Angebote von Drittanbietern zu integrieren. So besteht die Möglichkeit, in Zukunft weitere wohnungswirtschaftliche Anwendungen zu integrieren.

Die komplette technische Gebäudeausrüstung (TGA) kann somit in naher Zukunft über eine Plattform ganz einfach aus der Ferne überwacht werden. Dies ermöglicht es der Wohnungswirtschaft, zeitnah auf Störungen und Unregelmäßigkeiten zu reagieren. So können hohe Ausfallkosten und Mietminderungsforderungen vermieden werden.

Smart Submetering ist nur der erste Baustein für das Smart Building der Zukunft. Wenn die Wohnungswirtschaft einen Einblick in den Betriebszustand ihrer technischen Anlagen bekommt, kann sie ihre Prozesse optimieren, Kosten reduzieren und energieeffizienter handeln.

Da das Thema Nachhaltigkeit Tag für Tag mehr an Bedeutung gewinnt, sollte sich die Wohnungswirtschaft schon jetzt für die Zukunft rüsten. Mit der Implementierung von digitalen Lösungen kann die Bewirtschaftung von Wohnraum nachhaltig gestaltet werden.

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Die Auswirkungen der novellierten EED auf die Wohnungswirtschaft

Die weltweit voranschreitende Digitalisierung hat auch die Wohnungswirtschaft erreicht. Mit der Novellierung der Energieeffizienz-Richtlinie (EED) und dem immer stärker werdenden Nachhaltigkeitsbewusstsein der Mieterinnen und Mieter ändern sich auch die Anforderungen an das Gebäudemanagement und Messdienstleistungen. Eine Digitalisierung in diesen Bereichen kann Wohnungsunternehmen dabei helfen, diesen Ansprüchen gerecht zu werden.

Die Novellierung der EED verpflichtet die Mitglieder der Europäischen Union dazu, Energie-Einsparpotenziale zu nutzen und weiter auszubauen. Unter anderem fordert die novellierte Richtlinie von Wohnungsunternehmen, dass sie ab Oktober 2020 bei Neuinstallationen nur noch fernauslesbare Zähler einsetzen. Ab Januar 2027 muss dann der komplette Gerätebestand fernauslesbar sein.

Zeitstrahl EED - Fristen

Die Fristen der novellierten EED auf einen Blick

Die Energieeffizienz-Richtlinie verlangt außerdem, dass den Mietern ihre Verbrauchsinformationen monatlich zur Verfügung gestellt werden. Da das Ablesen der Zähler im Moment oft noch manuell erfolgt und den Zugang zur jeweiligen Wohnung erfordert, ist dies weder praktikabel noch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten tragbar. Daher ist dringend eine Digitalisierung des Submetering erforderlich.

Als Submetering werden die Erfassung und anteilige Abrechnung der verschiedenen Verbrauchszähler in Wohngebäuden bezeichnet. Das digitale oder auch Smart Submetering ermöglicht eine Auslesung per Knopfdruck aus der Ferne. So wird der Zutritt zu den Wohneinheiten überflüssig und die monatliche Datenübermittlung an die Mieter möglich.

Herstellerabhängigkeit steht der Digitalisierung im Weg

Die Herstellerabhängigkeit beim Submetering wird durch mehrere Faktoren bedingt – zum einen durch unterschiedliche Eichfristen der Zähler und zum anderen durch sich überlappende, lange Vertragslaufzeiten. Dies führt dazu, dass der Wechsel zu einem anderen Anbieter erschwert wird.

Hinzu kommen proprietäre Systeme der Zählerhersteller, die den kombinierten Einsatz verschiedener Anbieter nur in sehr großen zeitlichen Abständen möglich machen. Daraus ergibt sich zwangsläufig bei vielen Wohnungsunternehmen eine Abhängigkeit von einem Hersteller und der Einsatz teilweise veralteter Technologien.

Diese Herstellerabhängigkeit zwingt die Wohnungswirtschaft dazu, auf effizientere und auf ihre Herausforderungen und Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen zu verzichten. Bei Preisverhandlungen können die Vertreter der Wohnungsunternehmen weder Einsparpotenziale durch einen Anbietermix nutzen noch ihre Systeme für verschiedene Szenarien zukunftsfähig erweitern.

Nicht zuletzt steht eine Herstellerabhängigkeit auch der Digitalisierung von Wohngebäuden im Weg. Der Auf- bzw. Ausbau einer IoT-Infrastruktur (IoT: Internet of Things, miteinander vernetzte Technologien) in Wohngebäuden wird stark ausgebremst, da Schnittstellen zwischen den Einzelanwendungen entweder komplett fehlen oder nicht ohne Weiteres genutzt werden können. Die Folge sind Insellösungen und zahlreiche Anwendungen, die der Nutzer, beispielsweise der Gebäudemanager, alle separat erlernen und bedienen muss.

Schluss mit der Herstellerabhängigkeit

Das Problem mit der Herstellerabhängigkeit dürfte sehr vielen Wohnungsunternehmen bekannt vorkommen. Durch die herstellerspezifischen Systeme ist, wie bereits erläutert, eine Kombination von Geräten unterschiedlicher Anbieter aktuell kaum möglich. Die Gateways, welche die Geräte auslesen, sind meist auf ein System beschränkt. Aus dieser Beschränkung und Abhängigkeit kann sich die Wohnungswirtschaft nun endlich befreien.

Gemeinsam mit der degewo Netzwerk GmbH und ServiceHaus GmbH haben wir ein IoT-Gateway entwickelt, das unterschiedliche Zähler und Geräte herstellerunabhängig aus der Ferne auslesen kann. Die Zählerstände werden automatisch zum gewünschten Termin oder bei Bedarf ad-hoc durch das sogenannte m-gate erfasst und an die dazugehörige digitale Gebäudemanagement-Plattform über gesicherte und verschlüsselte Kommunikationskanäle übertragen.

Auf der Gebäudemanagement-Plattform werden die Daten verarbeitet, visualisiert und dem Kunden zur Verfügung gestellt. Dieser kann im Anschluss selbst entscheiden, ob die ausgelesenen Daten direkt an die Abrechnungssoftware übermittelt werden sollen oder ob er sie zur weiteren Bearbeitung exportieren möchte. Die Datenhoheit liegt in jedem Fall beim jeweiligen Wohnungsunternehmen. Unsere Lösung gewährleistet unseren Kunden Integrität und Datenschutz nach Europäischem Recht.

Auch Netzwerke und Verbindungspunkte bereits vorhandener Gebäudesysteme und Anlagen lassen sich problemlos sowie herstellerübergreifend integrieren. Durch die modulare Erweiterbarkeit des m-gates sind Wohnungsunternehmen auch für die Integration zukünftiger Smart Building Anwendungen gut aufgestellt.

Unser Smart Submetering Prozess

Ein großer Schritt zum Smart Building

Mit dem Einsatz unserer Smart Submetering Lösung können Wohnungsunternehmen einen großen Schritt in Richtung Digitalisierung und hin zum Smart Building gehen. Neben der effizienteren Kombination verschiedener Gerätehersteller bieten sich ihnen viele weitere positive Effekte:

  • Sie verfügen über genau die Daten, die sie brauchen, um die energetische Optimierung ihrer Immobilien voranzutreiben.
  • Der organisatorische und zeitliche Aufwand sowie die Kosten für Messdienstleistungen werden reduziert.
  • Sie sind in der Lage, auf Defekte und Ausfälle der Geräte zeitnah zu reagieren.
  • Sie können ihren Mietern mehr Transparenz über deren Energie- und Wärmeverbrauch geben.

Offensichtlich kann nicht nur die Prozesseffizienz der Gebäudeverwaltung verbessert werden, sondern auch die Energiebilanz von der digitalen Lösung profitieren. Wenn die Mieter mehr Transparenz über ihre Energie- und Wärmeverbräuche erhalten, können sie zeitnah reagieren und ihr (Heiz-)Verhalten anpassen. So leisten sie mit der Senkung ihres Energieverbrauchs einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Fit für die Zukunft

Unsere digitale Gebäudemanagement-Plattform ist offen gestaltet und zielt darauf ab, zukünftig auch Angebote von Drittanbietern zu integrieren. So besteht die Möglichkeit, in Zukunft weitere wohnungswirtschaftliche Anwendungen zu integrieren.

Die komplette technische Gebäudeausrüstung (TGA) kann somit in naher Zukunft über eine Plattform ganz einfach aus der Ferne überwacht werden. Dies ermöglicht es der Wohnungswirtschaft, zeitnah auf Störungen und Unregelmäßigkeiten zu reagieren. So können hohe Ausfallkosten und Mietminderungsforderungen vermieden werden.

Smart Submetering ist nur der erste Baustein für das Smart Building der Zukunft. Wenn die Wohnungswirtschaft einen Einblick in den Betriebszustand ihrer technischen Anlagen bekommt, kann sie ihre Prozesse optimieren, Kosten reduzieren und energieeffizienter handeln.

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