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„Unvermeidbare“ Energiekosten? Diese fünf Stellschrauben senken den Verbrauch nachhaltig

Energiekosten müssen im Immobilienbestand nicht unvermeidbar sein. Bereits ohne umfangreiche Sanierungen lassen sich durch mehr Transparenz, intelligente Heizungssteuerung, kontinuierliches Monitoring und die Reduzierung von Wärmeverlusten deutliche Einsparungen erzielen. Dieser Beitrag zeigt fünf praxisnahe Stellschrauben, mit denen Immobilienbetreiber und Asset Manager ihren Energieverbrauch nachhaltig senken können.

Energiekosten gelten bei vielen Unternehmen in der Immobilienwirtschaft als eine der größten, wenig beeinflussbaren Belastungen im Bestand. Müssen sie daher als unvermeidbar hingenommen werden? Nein. In der Praxis stecken dahinter häufig wenig Transparenz sowie ungenutzte Optimierungsmöglichkeiten im laufenden Betrieb. Hier lassen sich Verbrauch und Kosten spürbar senken, ohne gleich in ein großes Sanierungsprogramm investieren zu müssen.

In Deutschland bewegt sich der durchschnittliche Primärenergieverbrauch im Wohnbestand aktuell bei etwa 124 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Damit liegt der Bestand in der Energieeffizienzklasse D, wie eine aktuelle Analyse von CBRE zeigt.

Eine intelligente Heizungssteuerung, sowie eine gezielte Reduzierung der reduzierten Wärmeverluste können hier eine deutliche Verbesserung bewirken:

Laut einer vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) beauftragten Studie lassen sich durch die Optimierung von Heizungsanlagen im Einsparungen im Bereich des einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereichs erzielen,  je nach Ausgangszustand der Anlage. metr-Kund*innen verzeichnen sogar bis zu 25 Prozent Energieersparnis beim Einsatz der minimalinvasiven Lösungen.

Mit diesen fünf Stellschrauben können Immobilienbetreiber, Asset Manager und technische Verwalter die Energiekosten im Bestand gezielt steuern:
1. Den Heizungsbetrieb transparent machen

Viele Heizungsanlagen laufen über Jahre auf Werkseinstellungen und mit zu hohen Vorlauftemperaturen. Das führt zu dauerhaft hohen Energiekosten und CO2-Emissionen, ohne dass es auch nur in einer Wohneinheit wärmer ist.

Digitale Lösungen wie der metr Heizungswächter schaffen Transparenz durch Fernüberwachung. Sie erfassen Betriebs- und Verbrauchsdaten und bereiten sie mithilfe der passenden Software interpretierbar und handlungsorientiert auf. Im Dashboard wird sichtbar, wie die Anlage im Detail arbeitet, wo sie überdimensioniert heizt, wann sie unnötig oft taktet und wo sich die Regelung nachjustieren lässt. Für Asset Manager und technische Verwalter entsteht so eine klare Sicht auf den Heizungsbetrieb, die sich direkt in Euro, kW und CO₂ übersetzen lässt, bevor die Kosten sich unnötig aufbauen.  

2. Monitoring als Frühwarnsystem nutzen

Die Fernüberwachung der Heizungsanlage hat einen weiteren wichtigen Vorteil. Durch ein zuverlässiges Monitoring fallen Veränderungen im Heizungsbetrieb in dem Moment auf, in dem sie auftreten. Verantwortliche werden in Echtzeit darüber informiert.

Das ist wichtig, weil die Abweichung von Normwerten ein Anzeichen für eine Störung sein kann. So können Techniker ausrücken und das Problem gezielt beheben, bevor ein Ausfall oder eine Beschädigung eintritt.

Langfristig helfen die Daten aus dem Monitoring dabei, Prioritäten im Bestand sinnvoll zu setzen. Für größere Portfolios ist das ein entscheidender Vorteil: Digitale Transparenz reduziert den Blindflug an den einzelnen Standorten und schafft eine solidere Grundlage für Investitions- und Entscheidungsprozesse.

3. Verträge regelmäßig prüfen

Ein Teil der Energiekosten entsteht nicht im Gebäude, sondern in der Vertragsstruktur. In großen Mehrfamilienhäusern läuft die Versorgung mit Heizung und Warmwasser fast immer zentral über die Hausverwaltung. Sie kauft Gas, Fernwärme oder Öl ein und legt die Kosten im Rahmen der Betriebskosten um.

Lieferverträge, Wartungspakete und Serviceleistungen werden in vielen Unternehmen jedoch nicht regelmäßig auf den Prüfstand gestellt. Gerade bei steigenden Preisen und neuen Rahmenbedingungen kann das teuer werden.

Für Asset Manager und kaufmännische Verantwortliche lohnt sich ein strukturierter Blick auf Laufzeiten, Konditionen und Leistungsinhalte. Gerade in Portfolios mit vielen Objekten lässt sich hier bereits ohne bauliche Maßnahmen eine spürbare Entlastung erreichen.

Die reine Energiekostenersparnis macht sich zwar vor allem bei den Mieter*innen bemerkbar, sorgt hier jedoch für eine höhere Zufriedenheit und weniger Konfliktpotential bei der jährlichen Abrechnung.

4. Heizungsanlagen automatisch optimieren

Heizkurven, Nachtabsenkung, Sollwerte und Zeitprogramme werden im Alltag oft zu selten hinterfragt und bleiben über lange Jahre unverändert. Was sich jedoch ändert, sind die Belegung und Anforderungen an ein Gebäude. So entstehen technische Muster, die mit der tatsächlichen Nutzung nicht mehr viel zu tun haben. Dementsprechend ist der Verbrauch oft zu hoch.

Eine softwaregesteuerte Optimierung des Heizungsbetriebs bewirkt, dass die Heizleistung sich kontinuierlich und automatisch an den tatsächlichen Bedarf anpasst. Besonders in den Übergangszeiten wird ein unnötiges Hochfahren der Anlage vermieden. Das spart Energie und verlängert zudem die Lebensdauer der Heizung.

Das Vorgehen ist herstellerunabhängig und sogar bei älteren Heizungsanlagen möglich: Selbst analoge Modelle können nachträglich digitalisiert werden. Ein Heizungsaustausch kann so in vielen Fällen vermieden werden.

5. Wärmeverluste reduzieren

Ein spürbarer Anteil der Energie geht über Leitungen, Wärmebrücken, unzureichend gedämmte Bauteile oder die Gebäudehülle verloren. In älteren Beständen ist das Potenzial besonders groß, weil die Wärme dort oft unkontrolliert entweicht, bevor sie im Gebäude angekommen ist. Rohrdämmung, hydraulische Optimierung und gezielte bauliche Maßnahmen wirken sich hier unmittelbar auf den Verbrauch aus.

Gerade im Bestand gilt: Nicht jede Maßnahme muss sofort groß angelegt sein, um sichtbare Wirkung zu zeigen. Schon lokalisierte Eingriffe, etwa an kritischen Wärmebrücken oder ungedämmten Versorgungsleitungen, können den Verbrauch merklich entlasten. Für Eigentümer und Projektverantwortliche lohnt sich ein strukturierter Blick auf die Schwachstellen, um gezielt dort zu investieren, wo sich die Wirkung am besten multipliziert.

Datentransparenz als Einsparhebel im Bestand

Energiekosten sind in der Praxis nur dann unvermeidbar, wenn sie nicht gesteuert werden. Für Immobilienbetreiber, die ihren Bestand wirtschaftlich, stabil und nachhaltig entwickeln wollen, zählt ein Zusammenspiel aus nutzungsspezifischen Einstellungen, aktuellen Verträgen, reduzierten Wärmeverlusten und einer transparenten Datenbasis.

Eine digitale Steuerung der Heizungsanlagen spielt dabei eine wesentliche Rolle. Die Umsetzung geht deutlich schneller als bauliche Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und kostet dabei nur einen Bruchteil.

Sichtbare Daten und eine messbare Optimierung geben zuverlässig Auskunft darüber, was im Heizungskeller wirklich passiert. Für Unternehmen der Wohnungswirtschaft und Verwalter sowie Asset Manager von Immobilienbeständen entsteht dadurch eine bessere Grundlage, um Energiekosten aktiv zu senken und den Bestand strategisch weiterzuentwickeln.

Erfahren Sie mehr über die digitalen Lösungen von metr, um den Energieverbrauch innerhalb Ihres Bestandes mit nur wenig Aufwand dauerhaft zu senken.

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